Allgemein

Das Ende des Hamsterrads

Und wenn das Leben leer ist, was bleibt dann noch zu fühlen über?

Ich weiß nicht wer ich bin, nur was sein müsste, sollte, könnte. Und wirklich da ist nichts. Träume, Sehnsüchte. So unerreichbar wie ein Sternennebel. Angst, Scham. Schatten der Vergangenheit. Mein Kopf springt zwischen Präteritum und Futur hin- und her. Hält es im Hier nie lange aus. Leere Wände lassen die eigene Stimme seltsam laut wiederhallen. Zu laut. Zu leer. Zu einsam. Wofür kämpfen, wenn kämpfen alles ist, was ich kenne und mich doch nicht von der Stelle bewegt? Warum leben, wenn leere Stühle, Betten, Sofas alles sind, was einen erwartet? Wieso hoffen, wenn die eigene Hand ausholt, sich nach einer anderen sehnt und doch nur immer ins Leere greift? Um zu beobachten, wie das Leben an mir vorbei zieht während mein kleines Hamsterrad sich immer langsamer dreht, mich ins Straucheln bringt, gegen seine Wände wirft und in die Knie zwingt. Meine Hände sind seit den letzten 1000 Kilometern bereits taub, die Füße wundgescheuert. Ich fühle schon lange nichts mehr, bewege mich nur aus einem antrainierten Instinkt, der mich zwar Überleben lässt, dem Leben selbst aber keinen Zentimeter näher bringt. Egal, wie viele Meilen ich auch zurücklegen mag. Nun stockt das Rad und stellt mich vor die Entscheidung, welchen Ausgang ich nun wählen möchte: rechts orientierungslos und verwundet die Welt erkunden oder links ins Hamsterhäuschen zum ewigen Schlaf zurückziehen.

Eines steht fest: Ich muss hier auf alle Fälle raus!

machen1_1

Advertisements

8 Kommentare zu „Das Ende des Hamsterrads

  1. Du schreibst wirklich sehr schön. Und ich kann deine Gefühl mehr als nur gut nachvollziehen. Ich bin auch depressiv.
    lande leider immer wieder in diesem Teufelskreis: sich selbst infrage stellen, das Leben infrage stellen, mit der Vergangenheit hadern und vorallem letztendlich sich ungeliebt fühlen.

    Gefällt mir

  2. Liebe Anna…
    Das klingt aber nicht gut bei dir … das tut mir mega leid… ich hoffe du findest den richtigen Weg und dich begleiten die richtigen Leute dabei. .. ich drücke dich und schicke dir gaaanz viel Kraft und Stärke,das du deinen Weg findest …

    Gefällt mir

  3. Ganz alleine bist du nie *knuddel*: Du hast den besten Freund an Deiner Seite, den man nur haben kann….Deinen Hund. Was würdest Du gerne anders machen? Wenn Du alles tun könntest als Neustart, was würdest Du gerne machen? Manchmal bringt einen diese Frage wirklich weiter. Ein Neustart kann manchmal wirklich sinnvoll sein: einfach raus aus Erinnerungen und nach vorne schauen.
    Ich wünsch Dir alles Glück auf dieser Welt und ganz viel Kraft.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s