Allgemein · Pfotenalltag

Gut‘ Ding will Weile haben

Manche Hunde sehen sich zum ersten Mal und verstehen sich auf Anhieb miteinander. Andere brauchen etwas mehr Zeit. Vorallem, wenn der eine Hund erstmal erwachsen werden und ein paar Lebensregeln lernen muss.

Jayjay ist ein wunderschöner Mischlingsrüde aus meinem Wohngebiet. Er war einer der ersten Hunde, die ich hier kennen gelernt habe und ich bin mit seinem Frauchen auch total auf einer Wellenlänge. Leider konnte man das von Summer und Jayjay nicht unbedingt sagen. Als Summer im Sommer 2014 hier einzog trafen wir draußen des Öfteren auf Jayjay und sein Frauchen und Summer liebt die beiden auch wirklich abgöttisch. Es wurden Küsschen gegeben, angesprungen, Spielaufforderungen gemacht – von allem einfach gerne ein bissche zu viel des Guten, zumindest nach Jayjays Geschmack. Es war zwar nie so, dass man bei den beiden Hunden als Mensch hätte eingreifen müssen, aber Harmonie zwischen Hunden sieht eben auch irgendwie anders aus^^

Deshalb lassen sich die gemeinsamen Spaziergänge auch an zwei Händen abzählen. Mit der Zeit kam bei Summer aber eben auch ein wenig mehr Ruhe, Geduld und auch der eigene Wunsch nach einer Individualdistanz zum Vorschein und so kam es, dass ich in den letzten Wochen doch recht häufig zusammen mit Jayjay und seinem Frauchen unterwegs war. Auch Janin ist gerne mit ihrer Kamera unterwegs und zu zweit macht das Knipsen natürlich gleich doppelt so viel Spaß. Und auch unsere Hunde scheinen eine gemeinsame Ebene gefunden zu haben. Sie schnüffeln zusammen im Unterholz herum, laufen Bällen oder Zergeln hinterher und sind dabei immer sehr höflich miteinander: Summer kennt bei Spielzeug eigentlich keine Freunde. Bei Jayjay und ihr wissen beide vor lauter Höflichkeit dem anderen gegenüber manchmal gar nicht, wer den Ball denn nun nehmen darf und so vergehen manchmal Minuten in denen die beiden nebeneinander vor dem Spielzeug stehen und sich gegenseitig anstupsen und mit leichten Gluckstönen unterhalten.

Noch extremer ist die Veränderung allerdings bei gemeinsamen Fotos sichtbar. Noch vor einiger Zeit wollten die Zwei nicht wirklich nebeneinander sitzen. War der eine an der geplanten Stelle, so verließ er diese in dem Moment, wenn der andere Hund sich daneben platzieren sollte. Manchmal sah es schon lustig aus, wenn die Hunde im Wechsel auf einen Baumstumpf sprangen: Hoch, runter, hoch, runter. Gemeinsame Fotos waren also nur mit einigem körperlichen Abstand möglich. Inzwischen sitzen, liegen und stehen die Zwei aber ganz dicht beieinander und geben sich auch immer wieder zwischendurch ein kleines Küsschen.

Summer und Jayjay haben sich also mit der Zeit aneinander gewöhnt. Es ist toll zu sehen wie friedlich und harmonisch die Beiden gemeinsam durch die Welt ziehen, wenn wir alle gemeinsam spazieren gehen. Manchmal brauchen eben auch Hunde nichts anderes als ein wenig Zeit und Geduld (:

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