Allgemein · Pfotenalltag

Wandern an der Kieler Eider

Am Mittwoch war es wieder so weit: Es stand eine kleine Wandertour auf dem Tagesplan. Geplant waren 15 Kilometer, am Ende waren es etwas verwirrte 9800 Meter quer durch die Natur, für die wir etwa vier Stunden unterwegs waren.

wanderneider
Die Zeit von Google Maps haben wir nicht erreicht, dafür jede Menge gemütliche Pausen eingebaut.

Gegen 11 Uhr traf ich mich mit einer Freundin hier in Gaarden, um erstmal bei einem nahe gelegenen Supermarkt ein bisschen Verpflegung einzukaufen. Okay, ein bisschen mehr. Es war plötzlich so viel, dass wir nochmal aus meiner Wohnung einen größeren Rucksack holen mussten, um nicht mit Tüten in den Händen auf Wandertour zu gehen. (Dass wir am Ende 80% der gekauften Artikel wieder mit nach Hause bringen würde, wussten wir morgens ja noch nicht^^) Nun ging es zur Bushaltestelle und via Bus zum nahe gelegenen Schulensee. Direkt hinter der Haltestelle gelangt man an einen Wanderweg, der direkt neben der Eider entlang läuft. Summer war sofort in ihrem Element und klitschnass. In der Eider ist sie auch sofort komplett schwimmen gegangen. Ich denke durch den schmalen Flusslauf der Eider wirkt das Wasser nicht so groß und so trat sie sich dort eben schneller schwimmen zu gehen als an einem großen See oder dem Meer. Da sieht man ja nun mal selten das andere Ufer, während es bei der Eider nur wenige Meter entfernt ist.

Während wir Menschen also gemütlich den Pfad entlang gingen und immer wieder von Summer erfrischt wurden indem sie sich neben uns schüttelte oder ihren nassen Schwanz von hinten gegen unsere Oberschenkel klatschten, trafen wir auf ein paar andere Spaziergänger, Hundehalter und Fahrradfahrer. Auf den umliegenden Weiden waren immer weider Pferde und Schafe zu erkennen und im Wasser tummelten sich immer mal wieder Stockentenpärchen und vereinzelte Blesshühner. Am Wegesrand fand man immer mal wieder eine Bank zum Pause machen, allerdings wurden an diesem Tage die meisten von der Sonne angestrahlt, so dass wir erst nach einer ganzen Weile ein passendes Exemplar direkt am Eiderufer mit Blick aufs Wasser fanden und besetzten. Summer fand das natürlich super praktisch, da die Menschen ja von dieser Position super ihr Spieli ins Wasser werfen konnten.

Kurze Zeit nach der Pause erreichten wir das Eiderbad. Ein schönes kleines Freibad, in dem aber leider keine Hunde erlaubt sind. An dieser Stelle verirrten wir uns aufgrund meiner Links/Rechts-Schwäche das erste Mal und bogen links auf eine kleine Brücke ein und folgten dem dortigen Weg. Nach kurzer Zeit kam mir das alles aber doch irgendwie spanisch vor, da wir laut Plan recht schnell wieder zur Eider gelangen sollten. Von Wasser sah und hörte man hier allerdings momentan nichts mehr, also Kehrtwende. Wir bogen nun beim Eiderbad rechts ab, dann wieder links und nach wenigen Metern war in der Ferne so etwas wie Schilf zu erkennen. „Oder ist das Weizen?“, ja wir sind schon echte Botaniker^^ Summer hatte ihren Fluss endlich wieder und verbrachte mehr Zeit im Wasser als an Land als ihr auf einmal ihr Spieli davon trieb. Frau Holle wollte plötzlich partout nicht mehr ins Wasser und ich sah das Spieli schon auf verlorenem Posten. Zum Glück war da kurz darauf eine kleine Brücke, die ich in Eilestempo überquerte, um Summer eine kleine Uferstelle zu zeigen, an dem das Spieli relativ dicht vorbei trieb. Auch hier wollte Frau Holle erst nicht ins Wasser, aber mit ein paar Motivationsausbrüchen meinerseits traute sie sich schließlich doch und packte das Spielzeug. Nun sah ich allerdings auch, warum sie bisher nicht wieder ins Wasser wollte: Die Strömung war eindeutig stärker als es von draußen den Anschein machte und für eine Sekunde sah ich mich schon selbst ins Wasser springen, um meinen Hund an Land zu ziehen. Diese ungewollte Abkühlung blieb mir aber erspart, da Summer es doch von allein an Land schaffte. Von nun an herrschte allerdings erstmal Badeverbot.

An dieser Stelle waren wir uns nicht ganz einig, ob die erwähnte Brücke die Brücke aus dem Wanderplan sein sollte und wir sie nun wirklich überqueren oder weiter gerade aus gehen mussten. Dank Google Maps entschieden wir uns gegen die Brücke und folgten weiter dem Pfad neben der Eider. Wie sind die Leute eigentlich früher gewandert? Nach einiger Zeit kamen wir im Wildtiergehege Hammer an und beratschlagten erstmal, wie wir weiter laufen wollten. Unser Wanderplan hatte die 15 km Strecke in zwei Teile aufgeteilt und wir waren gerade am Ende des ersten Abschnittes angekommen.Aufgrund der doch recht warmen Temperaturen waren wir uns nicht ganz sicher,ob wir weiter wandern oder nicht lieber den Rückweg antreten sollten. Wir entschieden uns letztendlich durch das Gehege zu laufen. Ich will nicht verschweigen, dass auf unserer Karte die Rede von einem Restaurant in der Nähe war und wir hauptsächlich deswegen in diese Richtung aufbrachen^^ So glaubten wir zumindest, aber meine Links/Rechts-Schwäche schlug wieder zu und so kam alles mal wieder ganz anders. Das Wildtiergehege ist übriges sehr schön anzusehen. Von Rotwild, Damwild, Tarpanen und Mufflons über Heidschnucken und Kamerunschafen findet man hier wirklich eine große Anzahl von Tieren, die in großen Gehegen zum Beobachten einladen. Am Ende des Geheges unterquerten wir die Autobahn. Dort lag ein toter Feldhase und eine geköpfte Maus, die wohl von Autos erfasst und von der Autobahnbrücke gefallen sind. An dieser Stelle merkten wir, dass wir wohl nicht ganz korrekt gegangen sein können, da von einem Restaurant nichts zu sehen war und wir mit der Autobahnunterführung bereits mit dem nächsten Streckenabschnitt begonnen hatten. Hier war allerdings die Rede von einem Hofcafe und so machten wir uns voller Hoffnung wieder auf den Weg. Dieser Streckenabschnitt war ehrlich gesagt nicht wirklich schön: Es war heiß, der Pfad so schmal, dass nicht einmal Summer neben mir laufen konnte und wir liefen quasi direkt neben der Straße entlang. Nach einiger Zeit durchquerten wir das Ortsschild von Mielkendorf und an der nächsten Kurve lag dann auch unser ersehntes Hofcafe am Gut Blockshagen. Der Hof sah total einladend und gepflegt aus, aber leider hat das Hofcafe nur von Donnerstag bis Sonntag geöffnet. Heute war ja aber leider Mittwoch.

Wir hätten an dieser Stelle noch die 3 fehlenden Kilometer bis zur Steinfurther Mühle laufen können, um dort einzukehren und die alte Mühle zu bestaunen, aber die Hitze hat uns doch umkehren lassen. Im Wildgehege nahmen wir eine andere Route als zuvor, fanden aber auch hier das Restaurant nicht. (Es hätte noch einen anderen Weg gegeben, der wäre tatsächlich richtig gewesen^^) Vom Gehege ging es durch Wohngebiete zurück zum Schulensee und dort kehrten wir in den Eiderkrug ein und gönnten uns eine kalte Limonade und eine leckere Mahlzeit auf der Seeterrasse. Summer schlief unterm Tisch und ach die anschließende Heimfahrt im Bus lag sie ruhend auf dem Boden herum. Gegen 18:30 Uhr waren wir wieder zu Hause, nach einem schönen, wenn ach leicht verwirrten, Tag an der Eider.

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