Allgemein · Pfotenalltag

Auf zur Schatzsuche – Geocaching

Was macht man an einem sonnigen Spätnachmittag, wenn man eine Lust auf die Standard-Gassirunde hat? Genau, sich auf neue Wege begeben und auf Schatzsuche gehen.

Geocaching hat mir mein Bruder im letzten Jahr vorgestellt. Er ist ganz begeistert dabei und so waren wir auch einmal zusammen los. Einen sogenannten Multi haben wir damals gesucht und nach knapp zwei Stunden auch gefunden. Ehrlich gesagt war ich vorher der festen Überzeugung, dass diese Art der Beschäftigung ziemlich langweilig klingt: Man starrt auf die Kompassnadel seines Handys und läuft einfach bis die Meteranzeige bei Null angelangt ist. Dann schaut man sich ein wenig um und die Belohnung ist eine Minidose mit einem Zettelchen auf dem man sich mit seinem Namen und dem aktuellen Datum verewigen kann. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Dieser Multi hat allerdings wirklich Spaß gebracht, da man hier ja sogar einige kleine Rätsel lösen musste, um eben zu weiteren Koordinaten zu gelangen. Kurzerhand versuchten eine Freundin und ich einige Tage später auch unser Schatzsucherglück und versuchten uns an einem eigenen Multi. Am Ende waren wir der festen Überzeugung, dass wir einen Baumarkt niederbrennen müssten, um an den Cash zu gelangen. Dreimal haben wir alle Rätselschritte wiederholt und am Ende zeigt die Nadel direkt in den Baumarkt hinein. Danach ist mir irgendwie die Lust vergangen.

Gestern Nachmittag fiel mir dann bei der Handyentrümpelung die Geocaching-App auf. Draußen schien die Sonne und ich hatte die letzten Stunden mit dem Redesign des Blogs verbracht und brauchte etwas Bewegung. Warum also der GPS Schatzsuche nicht noch eine letzte Chance geben? Schnell waren drei einfache Caches am Kukucksberg und Tröndelsee rausgesucht und abgespeichert. Die Schätzsuche konnte also beginnen.

Der erste Cache lag mitten im Wald. Mein Handy zeigt mir noch genau 0,8 Meter gerade aus an, nur leider fiel der Waldboden hier fast senkrecht ca 3 Meter in die Tiefe ab. Ehrgeizig wie ich manchmal bin, hangelte ich mich den Abhang hinab und checkte unten angekommen die Kompassanzeige: 4 Meter in die entgegengesetzte Richtung. Hä? Also wieder hoch kletter. Nun wollte das Handy, dass ich mich doch bitte 3 Meter nach rechts begebe, aber nach wenigen Schritten sollte ich doch wieder 8 Meter nach links. Frustriert stecke ich das Handy weg und begann die Umgebung einfach ohne GPS-Hilfe abzusuchen. Der Cache musste sich ja in der Nähe befinden. Nach etwa 10 Minuten wurde ich in einer Astgabel eher durch Zufall fündig, da ich mich fragte, warum dort so viel zerstörter Baumpilz lag^^ Darunter befand sich eine kleine Filmdose und das Logbuch, in das ich mich sogleich eintrug. Summer bliebt die Suche über in meiner Nähe und zerkleinerte Stöcke. Erst auf dem Rückweg fiel mir auf, dass es nicht wirklich vorbildlich von mir gewesen ist, zu dieser Jahreszeit mitten durch den Wald zu stiefeln. Summer jagt zum Glück nicht, aber allein ihre Anwesenheit in der Nähe eines abgelegten Rehkkitzes könnte negative Folgen haben. Ich hatte einfach nur den Cache im Sinn und habe mir über diesen Aspekt im Vorfeld gar keinen Kopf gemacht. Das passiert mir nicht noch einmal.

Vom Kuckucksberg am Langsee ging es nun hinüber zum Tröndelsee, da es dort noch zwei weitere Schätze zu bergen galt. Bis zum Seegebiet steckte ich das Handy in die Tasche zurück, da ich grob zu wissen glaubte,wo ich suchen musste. Am Tröndelsee gibt es einen wunderschönen Steg, der von meterhohem Schilf eingerahmt ist. Dortmachte ich mit Summer eine kleine Pause: ich fotografierte ein wenig herum und sie beobachtete die vielen quirligen Kaulquappen im Wasser. Anschließend ging es über eine große Wiese an dessen Ende ich mein Handy zur Orientierung wieder hervor holte. Der Kompass zeigt mir allerdings den Rückweg an und so drehte ich höchst irritiert um. „660 Tröndellatten“ hieß doch der Cache und ich war wirklich der festen Überzeugung, dass es sich hierbei um irgendwelche Zaunlatten der Schrebergärten rund um den See handeln müsste. Schnell überquerten Summer und ich erneut den Steg, um am Ende allerdings wieder auf eine entgegengesetzte Kompassnadel zu blicken. Nun fiel der Groschen, um was für Latten es sich wirklich handelte: Steglatten! Nach dieser Erkenntnis war der Schatz selbst schnell geborgen und es hat wirklich Spaß gemacht. Den dritten Cache habe ich allerdings nicht mehr gesucht, da wir bereits seit fast 3 Stunden unterwegs waren und ich keine Jacke dabei hatte. Außerdem bleibt so noch ein Cache für die zukünftigen Tröndelseerunden über.

Ward ihr auch schon mal Geocaching?

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4 Kommentare zu „Auf zur Schatzsuche – Geocaching

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