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Tagesklinik, mein erster Aufenthalt 2015 (Teil 2)

Im ersten Teil habe ich bereits über das Vorgespräch, den ersten Tag, die Visite sowie die beiden Gruppentherapien in Form von Bezugs- und Gesprächsgruppen erzählt. Nun geht es mit den restlichen Angeboten weiter und wie ich diese bei meinem letzten Aufenthalt 2015 erlebt habe.

Zunächst einmal gab‘ es die sogenannte Ergotherapie. Diese fand dreimal die Woche statt. Ehrlich gesagt hatte ich zuerst gedacht, dass es sich hierbei um eine Art Gymnastik handeln würde, aber es ist tatsächlich eine Art der Gestalttherapie. In den Werkräumen der Tagesklinik wurden uns alle erdenklichen Materialen und Werkzeuge zur Verfügung gestellt, um unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Jeder konnte machen was er wollte und bei Fragen oder Problemen standen einem zwei Ärztinnen bzw. Sozialpädagogen zur Seite. Ich war wirklich fasziniert, was meine Mitpatienten alles herstellten oder gestalteten: von selbstgeflochteten Körben über Traumfänger bis hin zu selbstgefärbten Seidentüchern war wirklich alles dabei. Und ich selbst? Ich hatte tausende Ideen, wenn ich mich außerhalb dieser Werkstatt befand und sobald ich bei der Vorstellungsrunde am Tisch saß, in der jeder kurz sagen sollte, wie es ihm heute geht, verlor ich den Mut etwas anzufangen. Die ersten Stunden redete ich mich damit heraus, dass ich mich erstmal informieren wollte und so studierte ich die vielen ausgelegten Bücher über Bildhauerei oder abstrakte Kunst. Nach 3 Stunden fühlte ich mich dazu gedrängt etwas anzufangen und so wollte ich eine Leckerlistation für Summer bauen. Ich suchte die benötigten Hölzer raus und.. damit endete es dann auch schon. Als ich vor den Augen anderer die Hölzer zuschneiden und bearbeiteten sollte, fühlte ich mich einfach so beobachtet und beurteilt, dass ich plötzlich das Projekt wechseln wollte. Nun wollte ich ein Geburtstagsgeschenk für meinen Neffen basteln. Das fing ich nicht mal an. Anschließend fehlte ich oft in der Ergotherapie und ging erst die letzten zwei Wochen wieder hin. Und nähte tatsächlich eine Seekuh aus alten T-Shirts. Ich fühlte mich immer noch beobachtet und hatte das Gefühl alles falsch zu machen und als wir am Stundenende unserer Ergebnisse der Gruppe zeigen sollten, hielt ich die Seekuh keine 2 Sekunden mit den Worten „Ich habe zu wenig Füllstoff und das Gesicht ist nichts geworden. Die Nähte sind auch nicht schön.“in die Luft, um sie dann schnell in meiner Tasche zu verstecken. Bloß keine Angrifffläche bieten. Im Gespräch mit dem Ergopersonal kam dann heraus, dass sie mich als sehr selbstbewusst und zielstrebig erlebt haben und konnten es gar nicht glauben als ich ihnen sagte, dass ich noch nie in meinem Leben genäht hatte und mich sehr unwohl gefühlt habe. Die liebe Eigen- und Fremdwahrnehmung. Man hatte übrigens jeden Mittag nach dem Essen eine gute Stunde Freizeit und durfte da eigenverantwortlich an seinen Ergoprojekten weiterarbeiten. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass ich dieses Angebot nicht genutzt habe.

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Das Foto entstand auf einem Kurztrip nach Wien mit meinem Neffen

Am Dienstag gab es das sogenannte Gesundheitstraining. In diese Gruppe musste man von seiner Ärztin und Bezugsperson eingeteilt werden, um teilzunehmen. Eigentlich sollte es als Alternative eine Gruppe zur Persönlichkeitsentwicklung geben, diese fiel allerdings recht häufig aus, sodass viele Patienten übergangsweise auch am Gesundheitstraining teilnahmen. Hier wurden zum einen organisatorische Angelegenheiten wie zum Beispiel die verschiedenen Zulassungsfelder der Psychiater und Psychologen erklärt und dass man sich nach nachweislichem Bewerben bei mindestens fünf Kassenärzten auch an einen Privatpychiater wenden kann und die Krankenkasse in diesem Falle auch die Behandlungskosten übernehmen muss. Ein anderes Mal wurden verschiedene Träger und Anlaufstellen für Selbsthilfegruppen oder auch betreute Wohngruppen vorgestellt. Ich selbst hatte mir damals vorgenommen das ambulante betreute Wohnen zu beantragen. Hierbei wird man ein wenig im Alltag unterstützt und erhält Hilfe bei der Tagestrukturierung. Die Kosten werden von der Stadt übernommen, wenn man nicht selbst dazu in der Lage ist. Vielleicht sollte ich das wirklich mal beantragen..
Neben den organisatorischen Dingen ging es auch um den eigenen Umgang mit sich selbst und der Krankheit und wie man besser auf sich selbst Acht geben kann. Dazu sollten wir zunächst unsere eigenen inneren Wahrheiten formulieren. Die fallen bei psychisch Kranken natürlich selten positiv aus. Ich bin wertlos und nicht liebenswert, stand damals auf meinem Antwortkärtchen. Anschließend sollten wir diesen Satz in etwas positives umwandeln, um danach zu überlegen, mit welchen Schritten wir diesem positiveren Zustand näher kommen könnten. Das ganze geschah damals in Partnerarbeit und mir gegenüber fand sich ein sehr gefühlsbetonter und energiegeladener junger Mann, der darauf bestand, dass ich meinen Satz ins komplette Gegenteil umschrieb. Ich bin wichtig und habe Liebe verdient, stand also jetzt auf der Karte und zu allem Überfluss sollte ich das nun auch noch der Gruppe vortragen. Es fühlte sich falsch an, diesen Satz laut auszusprechen und ich kam mir so verdammt fehl am Platz vor. Ein Mitpatient aus meiner Gruppe, der wie ich an dem selben Wertlosigkeitsgefühl leidet, sprach mich beim darauffolgenden Mittagessen genau darauf an „Du wirkst nicht so als wenn du glauben würdest, was du da vorgelesen hast.“ Nein, das traf den Nagel auf den Kopf. Ich hätte gerne kleinere Schritte gemacht. Ich bin nicht komplett wertfrei und einzelne Aspekte an mir können liebenswert sein.  Damit hätte ich mich vielleicht anfreunden können, aber diese komplette Umkehrung von jetzt auf gleich fühlte sich nicht bloß falsch an, nein sie setzt ja auch gleichzeitig ein schier unerreichbares Ziel. Wie soll ich denn von einem Selbstwertgefühl von -8 auf eine 10 mit Sternchen kommen? Überforderung und ein damit verbundenes Scheitern sind da ja quasi vorprogrammiert. Ansonsten kann ich mich erinnern, dass ich mit vielen Inhalten des Gesundheitstrainings nicht viel anfangen konnte und vieles wiederholte sich auch mit der Zeit.

Am Donnerstag fanden gleich zwei meiner Lieblingsgruppen statt. Ich mochte sie so sehr, dass ich sie in meinen acht Wochen Aufenthalt zusammengerechnet zweimal mit meiner Anwesenheit beglückte. Der Donnerstag fing für mich also oft erst gegen Mittag an der ich blieb gleich ganz Zuhause. Bei diesen Angeboten handelte es sich zum einem um die Musiktherapie und zum anderen um die Körperwahrnehmung. Letzteres löste bereits beim Lesen Ekelgefühle in mir aus. Ich will meinen Körper nicht wahrnehmen. Wir sind nach langen Jahren der mutwilligen Zerstörung auf einer Basis des gepflegten Ignorierens angekommen und diesen Waffenstillstand möchte ich nicht durch Übungen zur besseren Körperwahrnehmung riskieren. Zudem birgen Übungen in einer Gruppe immer das Risiko etwas falsch zu machen oder einfach nicht perfekt und somit negativ aufzufallen. Oder überhaupt aufzufallen. Selbe Gefahr drohte natürlich auch bei der Musiktherapie, denn ich bin alles andere als musikalisch. Bei einem Konzert schaffe ich es nicht einmal zeitgleich mitzusingen und im Takt zu klatschen. Ich brauche so viel Konzentration, um eine der beiden Tätigkeiten halbwegs korrekt auszuführen, dass für das andere schlichtweg keine Hirnreserven mehr übrig bleiben. Bestätigt wurde meine musikalische Talentfreiheit übrigen auch in der ersten Klasse als die Leiterin des Flötenkurses nach 3 Stunden meine Eltern darum bat, mich auf dem Kurs zu nehmen. Gut, bis auf das ominöse Trockenpusten hatte ich auch noch nicht viel verinnerlicht und das ich diese eine Übung ungefragt die Stunde über wiederholte, trug wohl nicht zu der Zufriedenheit der Lehrkraft bei. Nach 5 Wochen zwang ich mich dann aber doch ein erstes Mal in das Musikzimmer. Wobei, nein. Ich war hier schon öfter drin, denn die Bezugsgruppe fand donnerstags schließlich auch in diesem Zimmer statt. Nun sollte ich die herumstehenden Instrumente nicht bloß anstarren oder besser ignorieren, sondern etwas damit anstellen. Die Stunde fing schon super an als die Leiterin völlig aus dem Häuschen war, dass ich tatsächlich den Weg in ihre Stunde gefunden hatte. Und so ging es bestimmt 5 Minuten nur um mich, als ich erzählte, dass ich wohl Angst hätte hier etwas falsch zu machen. Meine Geschwister sind ja alle sehr musikalisch, nur ich nicht. Blablabla. Und das alles vor allen anderen Mitpatienten. Große Klasse, wäre ich doch nur Zuhause geblieben. Für die erste Übung versammelten wir uns alle um eine große Trommel oder Bongo oder sowas in der Art. Ein bespannter Hohlraum, der mithilfe von Stöcken Töne erzeugt. Es wurde ein Takt vorgegeben und dieser sollte nun gehalten werden, während wir den Stock von Person zu Person reichten. Natürlich setzte der Takt bei mir aus, nicht nur einmal. Ja, ich hätte Zuhause bleiben sollen. Irgentwann war die Tortur beendet und auf dem Boden wurden Karten mit Gefühlzuständen ausgelegt. Von Trauer bis Euphorie war alles vertreten, sodass bestimmt 30 Karten auf dem Teppichboden des Musikzimmers auslagen. Nun sollte sich zunächst jeder bis zu 3 Karten suchen, die den eigenen momentanen Gefühlszustand beschreiben. Desinteresse. Ekel. Verständnislosigkeit. Sollte ruhig jeder sehen, was ich von dieser Stunde hielt. Anschließend wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt und jede Gruppe sollte sich nun aus den Gefühlen der Mitglieder ein Gefühl aussuchen und dieses instrumental vorstellen. Die andere Gruppe musste dann raten, um welches Gefühl es sich handelt. Ich muss jetzt nicht erläutern, welch Ohrenschmaus entsteht, wenn 6 Leute ohne jegliche Kenntnis über die Spielweise des jeweiligen Instrumentes versuchen einen Gefühlszustand auszudrücken. Keiner der Gruppen hat das dargestellte Gefühl erraten können, teilweise wurde nicht mal erkannt, ob es sich nun um ein positives oder negatives Gefühl handeln sollte. Beim nächsten Mal wurden draußen im Garten Lieder gesungen. Ganz toll. Was mir das jetzt bringen soll außer Frust und Ohrenschmerzen entzog sich meiner Vorstellungskraft und so beließ ich es bei diesen zwei Musikstunden. Ich glaube auch nicht, dass ich bei meinem kommenden Besuch an den Musikstunden teilnehmen werde, aber der Körperwahrnemung will ich zumindest eine Chance geben.

 

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Nachmittags wurden verschiedene Sportarten angeboten. Teilweise im Garten oder in der nahe liegenden Sporthalle. Mehr kann ich dazu auch nicht sagen, denn ich war nie dabei.

Einmal die Woche fand außerdem eine Praktikantenstunde statt. Zu Beginn meines Aufenthalts begleitete uns ein männlicher Psychologiestudent, der bei allen Gruppenaktivitäten dabei war. In der eigenen Praktikantenstunde wurde meist im Essensraum gespielt oder sich unterhalten. Oft war ich auch hier nicht anwesend, denn was mir ein Maumau-Spiel bei der Verbesserung meiner mentalen Gesundheit bringen sollte, war mir mal wieder nicht klar. Vielleicht sollte ich bei jedem Sieg noch ein Instrument spielen und schon würden die Depressionen von alle verschwinden. Nach 4 Wochen kam eine neue Praktikantin dazu und mit ihr kam ich persönlich besser klar. Bei dem jungen Mann hatte ich einfach diese unsägliche Wut im Bauch, dass er da saß und studierte und scheinbar das Leben führte, welches ich immer haben wollte. Das wir ein Alter hatten, machte die Sache nur noch schlimmer. Die neue Praktikantin war allerdings eine Frau mittleren Alters und mir von Anfang an sympatisch. Sie schaffte es sogar mich zu ihrem Nordic Walking Anfänger Kurs zu überreden. Das brachte tatsächlich ein wenig Spaß.

Jeden Mittag fand noch die progressive Muskelentspannung statt. Hier sitzt oder liegt man in einem Raum und wird angeleitet verschiedene Muskelpartien anzuspannen und wieder zu entspannen. Eine wahre Überwindung die Augen in einem Raum voller Menschen zu schließen und sich nur auf sich selbst zu konzentrieren. Hinterher fühlte ich mich aber wirklich entspannter und so nahm ich immer wieder an diesen Übungen teil. Hier mal ein Video mit dem ihr so eine Übungseinheit nachmachen könnt.

Einmal die Woche fand natürlich noch das Einzeltherapiegespräch statt und es gab auch einige kleinere Ausflüge zum Eis essen oder Bowling spielen. Außerdem gab es ein Abschiedsritual, wenn ein Patient die Gruppe verließ, also mit seinen 6 bzw. 8 Wochen am Ende des Aufenthaltes angekommen war. Dabei wurde in der jeweils letzten Gesprächsgruppe, also in der Gruppe mit allen Gruppenmitgliedern, eine Rückmeldungsrunde mit guten Zukunftswünschen abgehalten. Natürlich war das Ritual freiwillig. Ich hatte von Beginn an große Angst vor meinem Ritual und so kam das Thema in einem meiner Einzelsitzungen zur Sprache. Meine Ärztin bestand darauf, dass ich mir die Meinungen und Wünsche der Mitpatienten anhörte und war sich sicher, dass ich positive Rückmeldungen und liebe Worte erhalten würde. Ich war mir sicher, dass aufgrund meiner mangelnden Anwesenheit niemand etwas über mich sagen würde, was über die Standardfloskeln hinaus gehen würde. Mein letzter Tag fiel auf einen Freitag, an dem allerdings ein Ausflug in eine Wildtierstation geplant war. Mein Abschiedritual musste also am Dienstag vor meiner Entlassung stattfinden. Der Dienstag kam und ich saß voller Anspannung den ganzen Tag über in der Klinik bis um 14:00 Uhr die Gesprächsgruppe begann. Ich fühlte mich kurz vor einer Panikattacke als die Minuten der Gruppensitzung verstrichen und verstrichen. Als um 15:30 Uhr die Stunde offiziell beendet und sich alle auf den Heimweg machten, hatte mein Ritual noch immer nicht stattgefunden. Meine Ängste wurden auf eine etwas andere Art Realität, denn man hatte schlichtweg vergessen, dass heute mein letzter Tag in der Gruppentherapie war. Erleichterung, aber auch Wut wechselten sich in mir ab und ich schlief die ganze Nacht nicht. Du bist hier eben nur eine Nummer. Du hast doch selber Schuld, dass sich keiner an dich erinnert. Was willst du eigentlich? Am Folgetag stand meine letzte Einzelsitzung an und ich erwähnte nach langem Ringen mit mir selbst das vergessene Abschiedsritual. Meine Ärztin war untröstlich und entschuldigte sich mehrmals und ordnete an, dass ich mein Ritual in der Bezugsgruppe erhalten würde. Zwar nur im kleineren Kreise, aber immerhin. Da diese Gruppe erst am Donnerstag stattfinden würde, standen mir nochmals 24 Stunden Angst bevor. Es gab liebe, persönliche Worte. Auch hier wurde ausgesprochen, wie selbstbewusst und souverän ich wirke. „Ich habe mich bei dir mehrmals gefragt, warum du hier bist. Du wirkst wirklich total gesund.“ Mh, ja. Ich bin im Nachhinein froh, das Ritual nicht abgelehnt zu haben. Meine inneren Stimmen hätten sich viel schlimmere Sätze ausgedacht als wirklich gefallen sind.

Das war es nun auch schon von den verschiedenen Therapieangeboten in der Kieler Tagesklinik. Ich habe mit so ziemlich jedem Angebot meine Probleme gehabt und mich sehr auf die Gesprächsgruppen fixiert. Ich war nicht bereit mich auf die Kommunikation mit meinen Mitpatienten einzulassen und mich wirklich zu öffnen. Die Angst vor Ablehnung wog einfach zu groß und sich selbst etwas zu erlauben, das eventuell mit positiven Gefühlen verbunden sein könnte, war damals für mich noch undenkbarer als heute. Für meinen zweiten Aufenthalt habe ich mir mehr Offenheit vorgenommen und mir auch schon ein paar Projekte für die Ergotherapie ausgedacht. Vielleicht baue ich eine Musikintruments-Zerstörungs-Presse (: Oder ich färbe einfach ein paar Baumwollleinen für Summer und nähe ihr flauschige Spielzeuge.

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5 Kommentare zu „Tagesklinik, mein erster Aufenthalt 2015 (Teil 2)

  1. hat dir der Aufenthalt auf lange Sicht etwas gebracht? Man wirkt oft nach aussen hin anders, als man wirklich ist, aus Selbstschutz. Aber ist doch irgendwie auch faszinierend, wenn man merkt, dass andere ein viel positiveres Bild von einem haben, oder? 😉

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    1. Ja, ich habe noch häufig über die Inhalte der Gesprächsgruppen nachgedacht und auch zu wissen, dass ich den 8 Wochen Aufenthalt durchgezogen habe, hat mir gut getan. Darum möchte ich auch nochmal hin, um eben zu schauen, ob es mir noch mehr bringen wird, wenn ich alle Angebote zumindest mal ausprobiere.

      Ich rede mir ehrlich gesagt immer erfolgreich ein, dass die anderen eben nur einen Bruchteil von mir kennen und so gar nicht wirklich urteilen können. Oder ich glaube, dass ich ja scheinbar doch gesund bin und für meine Faulheit eine Ausrede brauche. Aber ja, es ist trotzdem interessant zu sehen wie anders man selbst wahrgenommen wird.

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      1. Ich habe das Gefühl dass einen die wenigsten Menschen wirklich kennen. Man kennt sich ja oft selbst nicht mal vollständig, es ist ein stetig wachsender Prozess. Deshalb können Wertungen von anderen einem niemals gerecht werden. Finde ich super dass dir der Aufenthalt dauerhaft etwas gebracht hat! 🙂

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  2. Ich bin ziemlich nervös – am 10. Mai habe ich mein Vorgespräch in der Tagesklinik. Angesichts dessen, was ich hier bei dir gelesen haben, und angesichts der Dinge, die meine Mutter mir erzählen konnte, weiß ich nicht, ob die Tagesklinik der richtige Weg für mich sein wird, aber ich will es versuchen. Trotzdem habe ich Angst und bin nervös… aber das gehört wohl zum Kranksein dazu.

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    1. Was genau bereitet dir denn Unbehagen? In meiner Klinik verlief wirklich alles auf absoluter Freiwilligkeit. Ich finde es aber schon sehr mutig von dir, dass du dir einen Ersttermin geht hast 🙂

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