Allgemein · Pfotenalltag

Mehrfachbelichtung – das kreative Hundefoto

Wie man an den vielen Fotos wohl merkt, fotografiere ich für mein Leben gerne. In letzter Zeit hat mich allerdings ein wenig die Langeweile gepackt und ich wollte einfach mal ein paar neue Techniken kennenlernen und ausprobieren. Eines davon ist die Mehrfachbelichtung oder auch Double Exposure genannt. Hierbei werden zwei Bilder miteinander vereint, wobei sich das zweite Bild quasi in die dunklen Bildbereiche des ersten eingliedert.

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Wer jetzt denkt „Das sieht ja kompliziert aus, da sitzt man sicher lange am Bearbeitungsprogramm.“ liegt falsch. Natürlich lassen sich solche Bilder auch manuell am PC herstellen, aber eben auch ganz einfach und direkt mit euer Spiegelreflex-Kamera. Ich selbst besitze eine Nikon D5100 und habe Euch einmal die Einstellungen für solche kreativen Mehrfachbelichtungen aufgeschrieben.

Also los geht’s..

Stellt das Rädchen eurer Kamera auf M, also den manuellen Modus.

Da diese Bildtechnik nur im JPEG-Format funktioniert, müsst ihr euer Bildformat eventuell noch von RAW auf eine JPEG-Variante umstellen. Hierfür geht ihr in euer Menü → Aufnahme → Bildqualität → JPEG Fine.

Nun stellt ihr die Mehrfachbelichtung oder Double Exposure Technik ein:
Menü → Aufnahme → Mehrfachbelichtung ON
Man hat hier die Auswahl zwischen zwei oder drei Belichtungen, also ob eine Mischung aus nur zwei oder sogar drei Bildern von der Kamera erstellt werden soll. Ich habe mich erstmal für die Zweiervariante entschieden.

Anschließend zweimal auf den Menü-Knopf drücken, um wieder den Aufnahmebildschirm zu gelangen. Wenn ihr alle Einstellungen richtig getätigt habt, erscheint in der oberen Bildmitte dieses Symbol:

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Wer es gerne schwarz/weiß mag und sich die Entsättigung der Fotos am PC sparen möchte, kann auch einfach sofort monochrome Mehrfachbelichtungen knipsen. Dazu einfach im Kameramenü → Aufnahme → Picture Control konfigurieren → Monochrom einstellen.

 

Nun geht es ans Fotografieren.

Achtung: Betätigt bitte nicht den Live-View-Schalter, da dann eure gesamten bisherigen Einstellung gelöscht werden. Diese Technik funktioniert nur über den Kamerasucher.

Zunächst fotografiert ihr eure Silhouette, euer „Hauptmotiv“. Ihr habt alle Zeit der Welt die richtigen Werte für Blende, ISO und Belichtungszeit einzustellen. Falls ihr hier noch Hilfe benötigt, schaut einfach mal bei Sheltie Bailey vorbei, da wird alles sehr genau und verständlich erklärt. Sobald alle Einstellungen fertig sind, wird der Auslöser gedrückt.

Tipp: Um möglichst kontrastreiche Ergebnisse zu erzielen bei denen vorrangig das Hauptmotiv mit neuem Inhalt gefüllt wird, sollte sich euer Motiv klar vom Hintergrund abheben. Am besten eigenen sich also erhöhte Positionen, um den Hund oder den Menschen vor einem hellen Himmel abzulichten. Umso dunkler das Hauptmotiv ist, desto besser werden die Endergebnisse.

Nun habt ihr 30 Sekunden Zeit, um die Einstellungen für das zweite, euer „Füllmotiv“, zu tätigen und wieder den Auslöser zu drücken. Hier sind euer Fantasie keine Grenzen gesetzt: Bäume, Blüten, Seen, Gebäude – eigentlich eignet sich alles als Füllmaterial. Interessant wäre ja auch ein anderer Hund oder sogar das Frauchen oder Herrchen. (Das muss ich morgen gleich mal ausprobieren^^)

Und schon seid ihr fertig.
Im Wiedergabemenü könnt ihr Euch die entstandene Mehrfachbelichtung nun ansehen.  Und schon habt ihr ein etwas anderes Hundeportrait, ganz ohne langwidrige Bildbearbeitung.

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Ich habe leider keinen wirklich hellen Hintergrund gefunden und Summers Fell hat wohl auch ein bisschen zu viel Weißanteil für diese Technik. Aber Spaß gemacht hat diese Technik in jedem Fall.

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2 Kommentare zu „Mehrfachbelichtung – das kreative Hundefoto

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