Allgemein · Pfotenalltag

Ach du Schei***

Manche Spaziergänge bleiben einem einfach länger im Gedächtnis, so auch die gemeinsame Chaosrudel Gassirunde von einer Freundin und mir. Mit drei Hunden waren wir wiedereinmal in unserem Kieler Stadtteil unterwegs und wir alle genossen das schöne nordische Nieselwetter.

Ich kenne Yvonne nun seit fast einem Jahr, damals hatte sie erst eine kleine Hündin. Terriermixdame ‚Schnuti‘, ganz ihrer Terriernatur bellt sie gerne mal, ist aber ein drolliges und vorallem sehr wissensgieriges Wuseltierchen. Sie kann auch ein paar Tricks und freut sich immer sehr, wenn man mit ihr übt. Ich selbst lasse sie am liebsten auf meinen Rücken springen, das schaffe ich mit Summer einfach nicht, weil ich zu unsportlich bin (: Aber wozu hat man tolle Hundefreunde, wenn nicht, um ihnen die Hunde für solche Tätigkeiten zu entweden. Im Herbst letzten Jahres zog dann noch die kleine Roxy, die inzwischen dank ihrer Rottweilergene gar nicht mehr so klein ist, sondern inzwischen das Rudel größentechnisch anführt. Ich wiederhole: Größentechnisch, ansonsten hat Summer hier natürlich das sagen. Ist ja wohl klar.

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Letzten Herbst war Roxy noch deutlich kleiner als Summer

Schnuti und Summer ignorieren sich eigentlich die meiste Zeit, der Zwerg rennt gerne bellend hinter ihr her, aber Frau Holle beachtet sie eigentlich nicht großartig. Außer natürlich man kann Schnuti einen Stock abluchsen. Bei Roxy und Summer sieht das ganze schon anders aus, denn sie sind ein Herz und eine Seele. Oder eher ein wild tobendes, spielendes, raufendes und sich abschleckendes Fellwirrwarr. Sobald ein Hund den anderen am Straßenende entdeckt wird gefiept und gezogen, da dauert es manchmal etwas bis man beim Gegenüber in halbwegs normaler Manier angekommen ist und da man an der Leine ja auch nicht wirklich spielen darf, ist die nächste Hundewiese gefühlsmäßig natürlich immer viel zu weit weg. Zum Glück gibt es noch den Hinterhof und Yvonnes Garten.

Am besagten, denkwürdigen Tag der letzten Woche waren wir alle bereits auf der Wiese angekommen und die Hunde waren am Toben als wir an einem kleinen Bach ein paar bunte Flecken erkannten. Da lagen Kleidungsstücke rum, der Größe nach zu urteilen wohl Kindersachen. Summer und Schnuti kamen auf Rückruf zu uns zurück, Roxy allerdings in ihrer jugendhaften Neugierde wollte sich das Ganze doch einmal genauer ansehen und wollte einfach nicht zu ihrer Leckerlibelohnung bei Frauchen zurückkehren. Nach ein paar erfolglosen Überzeugungsversuchen wollten wir Roxy dann selbst einsammeln und da kam der Grund zu Tage, warum das Hundetier hier an Ort und Stelle mit der Kinderkleidung gerade den Hundehimmel auf Erden gefunden hatte: Eine vollgekackte Hose. Keine kleine Unterhose, nein, nein. Eine Leggins voll mit.. naja. Ihr wisst schon. Und dann natürlich noch in flüssiger Form. (Mir wird schon wieder schlecht, wenn ich das schreibe^^)

Unbenannt
Roxy auf der Flucht

Roxy ahnte wohl an unserer Fassungslosigkeit, dass sie da etwas ganz tolles gefunden haben musste und meist wollen Menschen ja alles Tolle für sich alleine haben. Was macht man also? Richtig, rennen. Man hat als Hund ja nicht umsonst vier Beine und die Menschen nur zwei. Wir haben anschließend bestimmt 10 Minuten wild schreiend und rennend versucht Roxy von ihrer neuen Lieblingshose in bester Tarnoptik zu trennen. Ein paar Spaziergänger waren sichtlich amüsiert von unserer Darbietung, aber ich war am Ende schon ganz schön aus der Puste. Einmal stand Roxy ganz nah vor mir und ich hätte mit Sicherheit ihr Halsband greifen können, aber dann kam mir der Gedanke, dass Hunde ja meist mit dem Kopf in Richtung Arm schauen, wenn man sie festhält und dann.. würde ja diese ominöse Hose gegen meinen Unterarm klatschen. Als ich den Gedanken fertig gedacht hatte, war der Hund schon wieder weg. Yvonne hat irgentwann angefangen Leckerchen auf dem Boden zu werfen und dadurch lies Roxy schließlich für ein paar Momente das Objekt der Begierde fallen und wir konnten es schnell entsorgen. Wie der kleine Rottweiler nach dieser ganzen Rennaktion im Gesicht aussah, möchte ich hier nicht weiter beschreiben. Nur so viel: Eine lange, ausgiebige Dusche stand wohl heute definitiv noch auf dem Programm und mit Summer durfte die Große heute auch nicht mehr Spielen. Ich will ja keine Ka-, na ihr wisst schon, im Fell meines Hundes kleben haben.

Im Nachhinein kann man wirklich über diesen Gassigang lachen. Wie wir da über die Wiese gerannt sind und versucht haben, einen Hund einzukreisen, der mit einer langen Hose im Maul umherrennt. Musikalisch begleitet von immer wiederkehrenden „IIHH!“s und „Bäääääääähh!!“s. Nochmal muss ich das aber wirklich nicht erleben (:

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4 Kommentare zu „Ach du Schei***

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